Satire - Badscherla

Badscherla – Würzburg fällt hunderte Bäume für den Klimaschutz

Neue Buchen haben bessere CO2-Bilanz als alte Eichen und Fichten


Was sich im ersten Moment anhört wie ein Paradoxon, lässt sich schnell über simple Mathematik erklären. Hintergrund ist eine Berechnung der Absorptionsrate einer Buche: „Eine 120-jährige und ca. 35 m hohe Buche mit einem Durchmesser von 50 cm (gemessen auf 1,3m Höhe) hat ein Trockengewicht von 1,9 Tonnen, also rund 0,95 Tonnen Kohlenstoff. Dies multipliziert mit 3,67 (Umrechnungsfaktor) ergibt 3,5 Tonnen CO2.“ Eine Buche mit der gleichen Höhe und dem gleichen Durchmesser hat fast eine Tonne mehr CO2 gespeichert als eine Fichte. Dies liegt daran, dass die Holzdichte bei der Buche höher ist.” (Quelle: Wald.de) Hinzu kommt eine Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern aus Großbritannien, Schweden, Australien, Deutschland und den USA, das durch zahlreiche Vergleiche von Bäumen im Hinblick auf ihre CO2-Aufnahme belegt, dass nachwachsende Wälder mehr CO2 aufnehmen als Wälder mit vielen sehr alten Bäumen. (Quelle: Welt.de) Mit Blick auf die Zukunft hat die Stadt Würzburg im Rahmen Ihres Klimaversprechens „Würzburg auf dem Weg zur Klimaneutralität“ nun berechnet, dass sich das Abholzen des Baumbestands in der Stadt schon nach 463 Jahren positiv rechnet – d.h. dass die Bilanz durch eine sofortige Abholzung der aktuellen Bäume und eine kurzfristige Nachpflanzung mit Bäumen, die mehr CO2 speichern können, sich schon in etwas mehr als 400 Jahren rechnet. „Ja gut, wir werden es nicht mehr erleben, aber wir sollten dabei an die Kinder, unserer Kinder-Kinder-Kinder-Kinder-Kinder denken“, heißt es aus dem Rathaus.


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